Manchi School, Indien

 
 


Manchi School, Balapur, Indien

Ausgangslage:
Aufgrund einer Empfehlung aus der Einwohnerschaft von Uitikon entstand Kontakt zu Dr. Asif J. Mirza, Gründer und Präsident einer Stiftung, die sich seit vielen Jahren in Indien engagiert. Vor allem unterstützte sie die Deccan School in einem Slumquartier von Hyderabad. Sie befand sich dort in einem kleinen Gebäude, welches für Unterricht im Klassenverband völlig ungeeignet war, lag doch in nächster Nähe zum Schulgebäude eine Metall verarbeitende Fabrik, welche den Schulbetrieb durch Lärm und Abluft empfindlich störte. Trotz der widrigen Umstände bot die Schule im Jahre 1999 rund 120 vier- bis vierzehnjährigen Buben und Mädchen Ausbildung vom Kindergarten bis zur siebten Klasse. Wegen der ungeeigneten Lage und aus Platzgründen mussten indessen Alternativen gesucht werden.

Neubau, erste Etappe:
Es ergab sich die Möglichkeit neun Kilometer ausserhalb auf einem Grundstück von rund 16’000 m2 die Schule neu aufzubauen und zu betreiben. Damit sollte die Deccan School eine eigentliche Vorbild-Funktion übernehmen und Kindern aus Slumquartieren in erster Priorität zur Verfügung stehen. Im Weiteren sollten auch handwerkliche Ausbildungskurse für die Eltern der Schüler angeboten werden.

An einer ausserordentlichen Generalversammlung beschloss der Verein Kinderhilfe im Mai 1999 der Deccan School den Ankauf des Grundstücks zum Preis von rund CHF 200’000.00 zu finanzieren. Beflügelt von der Unterstützung des Vereins trieb Dr. Mirza das Projekt rasch voran. Unmittelbar nach dem Erwerb des Grundstückes wurde eine Umgebungsmauer erstellt und ein Provisorium errichtet, worin nach sechs Monaten die Kinder bereits am neuen Standort unterrichtet werden konnten.

Gleichzeitig wurde auch mit dem Bau des definitiven Schulgebäudes begonnen. Dessen Finanzierung hatten die Mitglieder des Vereins Kinderhilfe im Januar 2000 zugestimmt. Planmässig fand die Eröffnung der Anlage am 16. Januar 2001 im Beisein des damaligen Vereinspräsidenten, Herrn Thomas Hofer, statt. Die Klassenzimmer sind um einen Innenhof gruppiert, dessen eine Seite von einem Esssaal und einer Aula abgeschlossen wird. Die Konstruktion sah bereits vor, das Gebäude um ein zweites Stockwerk zu erhöhen. Dank der neuen Räumlichkeiten konnten bereits im Schuljahr 2002 gegen 250 Schüler aufgenommen werden.

Zweite Etappe:
Das Ziel der Schulleitung, die Deccan School als Modell für eine moderne und gut geführte Schule zu betreiben, fand rasch Anklang. Einerseits stieg die Nachfrage nach dem regulären Schulprogramm. Andererseits nahm auch das Interesse an der angebotenen Erwachsenenbildung zu. Aus diesem Grunde bewilligte im Januar 2003 die Generalversammlung des Vereins die Finanzierung des Weiterausbaus der Schule. Neben der Aufstockung wurden eine Bibliothek sowie ein Labor eingerichtet und die Infrastruktur wurde überdies für die Erwachsenenbildung und die sportliche Betätigung der Kinder angepasst.

Die Bauarbeiten zogen sich über das Jahr 2003 hin und wurden im Laufe des Jahres 2004 beendet. Die Schule bietet nun gegen 600 Schülerinnen und Schülern einen Ausbildungsplatz. Um dem erweiterten Angebot Rechnung zu tragen, wurde die Schule in “Manchi School” umbenannt.

Seit der Eröffnung trägt der Verein Kinderhilfe Uitikon die Betriebskosten der Schule zusammen mit anderen Spendern. Die von den Eltern eines Teils der Schüler bezahlten Schulgelder reichen nicht für einen selbsttragenden Betrieb. An der Generalversammlung 2013 wurde beschlossen, dass die Manchi School bis und mit dem Schuljahr 2017/18 einen Beitrag von jährlich CHF 40’000 erhalten soll.